Trainingsprinzip VI – Prinzip der Umkehrbarkeit

Ihr / Dein Fitnesszustand verändert sich immer – Fitness stagniert nie. Der Fitnesszustand verbessert sich oder verschlechtert sich.  – Dies soll kein Ansporn sein, jeden Tag hart zu trainieren. Die Leistungsfähigkeit und der Gesundheitszustand verbessern sich in der Regeneration / Ruhephase nach dem Training. – „Sogar während ausgedehnter Erholungszeiten kann die Leistungsfähigkeit steigen, wenn du nur zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Trainingsreize setzt“ (Joe Friel – Trainingsbibel für Triathleten – S. 24).

Konsistentes und regelmäßiges Training ist immer noch das wichtigste und Sie / du können davon ausgehen, dass Sie / du auf ihr früheres Leistungsniveau abrutschen, wenn Sie / du nicht konsistent trainierst. – Die aerobe Leistungsfähigkeit und die Schnellkraft nehmen relativ schnell ab. – Grob lässt sich sagen: 3 Wochen ohne Grundlagenausdauertraining führt zu weiteren 6 Wochen Training, um auf das ursprüngliche Niveau zurückzukommen – macht also 9 Wochen. – Trotzdem ist es sinnvoll eine Zeitlang (im Jahresverlauf) mit (stark) reduzierter Leistung zu trainieren (in jedem Fall bei Verletzungen oder Krankheit aber auch zur mentalen und körperlichen Erholung). – Natürlich sollte sich der Sportler dabei immer bewusst sein, dass er auch (falls er in dieser Zeit bei kleinen Volksläufen startet) keine Höchstleistung bringen kann. – Diese Phasen der Entspannung und des reduzierten Trainings (im Jahresverlauf) sind wichtig (auch wenn sich der allgemeine Fitnesszustand / Leistungszustand – etwas – reduziert bzw. zurückgeht).

 

 

Trainingsprinzipien II

Das Prinzip des trainingswirksamen Reizes:Gezielte und  überschwellige Muskelanspannungen.

Über die  richtige Laufgeschwindigkeiten (oder Trainingsintensitäten oder Gewichte) werden die – überschwelligen – Muskelanspannungen  erreicht.

Dies setzt voraus, dass Ihnen die eigenen – akutellen – „Grenzen“ bekannt sind. (Betonung auf: aktuell).

Grundsätzlich dient die Herzfrequenz hier mehr der Trainingssteuerung und ist weniger ein Maß für die Beanspruchung. Die „Rückmeldungen“ der Muskulatur sind entscheidend. Die Muskulatur ist das Erfolgsorgan im Körper.

Bisher stellen wir fest: Trainingsprinzip I = Regelmäßigkeit; Trainingsprinzip II = trainingswirksamer Reiz / überschwelliger Reiz.

Beispiel: Für einen Läufer der seit zwei Jahren läuft und eine Bestzeit von etwa 55 Minuten auf 10km hat wäre ein trainngswirksamer Reiz z.B. ein langer Lauf (langsam) über 20km (wenn er bisher nie weiter als 15 km gelaufen ist)   oder auch eine kürzere schnelle Einheit – z.B. 5 km in 24 Minuten.